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Um die Einstellungen für ein MiraklPlattformkonto vorzunehmen, klicken Sie im Strukturbaum im Bereich Einstellungen auf den Eintrag Allgemein des jeweiligen Mirakl-Plattformkontos.

Abb. Strukturbaum allgemeine Einstellungen Mirakl
Sie können nun die Mirakl-Einstellungen bearbeiten:

Abb. Allgemeine Einstellungen Mirakl
Nachfolgend werden die verschiedenen Eingabefelder und Funktionen erläutert.
Währung
In dieser Klappbox legen Sie die Währung der zu verbuchenden Mirakl-Abrechnungen fest.
Derzeit wird nur EUR unterstützt.
Konto Aufwand Gebühren
Hier legen Sie das Aufwandskonto fest, auf das die Mirakl-Gebühren gebucht werden sollen.
Bitte beachten Sie, dass die Mirakl-Gebühren als Nettobetrag ausgewiesen werden.
Die auf die Gebühren abzuführende Umsatzsteuer wird von Mirakl gesondert ausgewiesen (siehe unten)
Konto Steuerbetrag
Mirakl weist den Steueranteil auf Gebühren gesondert aus.
Tragen Sie hier das Konto ein, auf das die Steuern auf Gebühren gebucht werden sollen.
Verrechnungskonto
In dieses Textfeld tragen Sie das Verrechnungskonto ein.
Alle OP-Ausgleichs- und Gebührenbuchungen erfolgen gegen dieses Verrechnungskonto.
Sobald Sie die entsprechende Auszahlungssumme von Mirakl ebenfalls gegen dieses Verrechnungskonto buchen, muss es einen Null-Saldo ausweisen.
Konto Erlöse
Wenn Sie Mirakl ohne Bezugnahme auf die offenen Posten einer Rechnung schreibenden Plattform verbuchen möchten (sog. alleinstehende Verbuchung), müssen Sie hier das Erlöskonto angeben, auf das die Zahlungen von Mirakl gebucht werden. Bitte beachten Sie, dass das Konto in der empfangenden Finanzbuchhaltung als Automatikkonto (= Konto mit automatischer Steuerherausrechnung) geschlüsselt sein muss.
Bitte beachten Sie, dass dieses Konto nur bei alleinstehender Verbuchung, d. h. ohne dass eine Bezugnahme auf die Daten einer Rechnung schreibenden Plattform erfolgt, eingegeben werden kann.
Hinweis:
Nexus nimmt bei der Verbuchung auf das Konto Erlöse KEINE umsatzsteuerliche Beurteilung vor.
Eine ggf. erforderliche Aufteilung der Umsätze (unterschiedliche Umsatzsteuersätze, innergemeinschaftliche Lieferung, Verkauf an Drittland etc.) muss zwingend in der Finanzbuchhaltung erfolgen, nachdem die von Nexus erzeugten Buchungen dorthin eingelesen wurden.
Bitte beachten Sie, dass sich durch Verwendung eines Erlöskontos keine offene-Posten-Buchhaltung abbilden lässt.
Klärungskonto
Kann Nexus das Konto für die Verbuchung eines Geschäftsvorfalls nicht ermitteln, führt diese zu einem Fehler. Das Konto hat dann den Wert 0. Wird im Feld Klärungskonto ein entsprechendes Konto eingetragen, wird dies für die entsprechenden Geschäftsvorfälle eingesetzt.
Dadurch müssen unklare Geschäftsvorfälle nicht mehr in Nexus korrigiert werden, sondern erst zu einem späteren Zeitpunkt im empfangenden Finanzbuchhaltungssystem.
Bitte beachten Sie, dass Buchungen auf Klärungskonten zeitnah aufzulösen sind. Wir raten von der Verwendung des Klärungskontos grds. ab!
Kostenstelle
Falls Sie unter den allgemeinen Programmeinstellungen die Verwendung der Kostenstellen aktiviert haben, können Sie in diesem Feld die Kostenstelle für dieses Mirakl-Plattformkonto eintragen.
Bei der Verbuchung ohne Rechnungschreibende Plattform setzt Nexus die angegebene Kostenstelle.
Wird gegen eine Rechnungschreibende Plattform gebucht, so setzt Nexus i. d. R. die dort angegebene Kostenstelle (Bezug Erlöse und Aufwand zur gleichen Kostenstelle). Wenn kein OP gefunden wird, wird keine Kostenstelle gesetzt. Bei Gebühren ohne OP-Bezug wird ebenfalls keine Kostenstelle gesetzt.
Bei Verwendung von verwalteten Plattformen wird die Kostenstelle der verwalteten Plattform gesetzt, sofern ein OP gefunden wurde.
Bei Verwendung von Kontierregeln wird die Kostenstelle aus der Kontierregel gesetzt, oder bleibt leer wenn die Regel keine Kostenstelle enthält.
Die Kostenstelle wird im Datev-Feld KOST1 übergeben.
Buchungsdatum
Über dieses Feld können Sie einstellen, welches Datum im Buchungssatz bei der Verbuchung des Zahlungseingangs seitens Mirakl verwendet werden darf.
Standardmäßig verwendet Nexus das Datum des Zahlungseingangs der Mirakl Zahlung auf dem eigenen Bankkonto (Tag der Wertstellung).
Alternativ kann aber auch das Datum des Vorgangs (sog. posted-Date) verwendet werden.
Das Datum des Vorgangs gibt den Zeitpunkt der Erstellung des Vorgangs bei Mirakl an (Eingangsdatum / DateReceived; falls das leer ist oder nicht in den Abrechnungszeitraum fällt, wird ersatzweise Erstellungsdatum / DateCreated verwendet; falls das ebenfalls leer ist oder nicht in den Abrechnungszeitraum fällt, wird ersatzweise das Endedatum des Abrechnungszeitraums verwendet).
Bitte halten Sie vor der Einstellung des Datums unbedingt Rücksprache mit Ihrem Steuerberater!
Übergabe des Zahldatums
Zur leichteren Auszifferung kann das Zahldatum (Datum des Zahlungseingangs) an die Finanzbuchhaltung übergeben werden. Hierfür stehen folgende Felder zur Verfügung:
•keine Übergabe
Das Zahldatum wird nicht übergeben.
•in Belegfeld 1
Das Zahldatum wird im Belegfeld 1 übergeben.
Diese Option ist nur dann möglich, wenn die Verbuchung der Zahlplattform unter Bezugnahme auf mindestens eine rechnungschreibende Plattform erfolgt, und wenn keine der rechnungschreibenden Plattformen, auf die Bezug genommen wird, die Rechnungs-Nr oder die OP-Nr in Belegfeld 1 übergibt.
•in Belegfeld 2
Das Zahldatum wird im Belegfeld 2 übergeben.
Diese Option ist nur dann möglich, wenn keine der rechnungschreibenden Plattformen, auf die Bezug genommen wird, die Rechnungs-Nr oder die OP-Nr in Belegfeld 2 übergibt.
•in Kost 1
Das Zahldatum wird im Feld Kost 1 übergeben.
Diese Option ist nur dann möglich, wenn die Kostenrechnung nicht aktiviert wurde, und wenn keine rechnungschreibenden Plattformen, auf die Bezug genommen wird, die Rechnungs-Nr in Kost 1 übergibt.
•in Kost 2
Das Zahldatum wird im Feld Kost 2 übergeben. Diese Option wird nur dann empfohlen, wenn die Kostenträgerrechnung im Finanzbuchhaltungssystem nicht aktiviert wurde.
Vertriebskanal:
Tragen Sie hier den Vertriebskanal der Mirakl-Plattform ein (z.B. conrad, home24.de).
Nexus analysiert beim Import die Datenspalte Vertriebskanal (bzw. Sales channel), und ordnet automatisch die passende Mirakl-Plattform zu.
Falls die Zuordnung einer Importdatei nicht eindeutig getroffen werden kann, weil der Vertriebskanal zu mehreren Mirakl-Plattformen passt, müssen Sie beim Import eine der passenden Plattformen auswählen.
Wenn Sie das Feld Vertriebskanal in den Einstellungen leer lassen, kann diese Mirakl-Plattform Importdateien aller Vertriebskanäle importieren. Falls die Spalte Vertriebskanal in einer Importdatei leer ist, kann diese Datei von allen Mirakl-Plattformen importiert werden.
Hinweis: Falls Sie in einer Mirakl-Importdatei mehrere Verkaufskanäle haben (z.B. Leroy Merlin Frankreich und Leroy Merlin Italien), können Sie den Stern als Platzhalter im Feld Vertriebskanal verwenden: Leroy Merlin *
Beim Buchen Bezug nehmen auf
Eine Mirakl-Abrechnung kann sowohl alleinstehend, als auch gegen die offenen Posten einer rechnungschreibenden Plattform gebucht werden.
Sofern Sie letzteres beabsichtigen, müssen Sie dem Mirakl-Plattformkonto die jeweiligen Plattformkonten der rechnungschreibenden Plattformen zuweisen:

Abb. Auswahl der Konten der rechnungschreibenden Plattform, auf die beim Buchen Bezug genommen werden soll
Um einen neuen Bezug auf das Plattformkonto einer rechnungschreibenden Plattform hinzuzufügen, klicken Sie auf diese Schaltfläche.
Anschließend wählen Sie über die Klappbox Bezugnahme auf Konto das Plattformkonto der gewünschten rechnungschreibenden Plattform aus. Der Zweck der Bezugnahme wird automatisch in der gleichnamigen Spalte angezeigt. Speichern Sie die Zuordnung durch einen Klick auf das Symbol am Anfang der entsprechenden Eingabezeile.
Um eine Bezugnahme zu löschen, klicken Sie auf dieses Symbol.
Hinweis
Da im Normalfall Rechnungen immer nur über ein einziges System geschrieben werden, ist die Bezugnahme auf mehrere Konten rechnungschreibender Plattformen nur in Ausnahmefällen erforderlich, z.B. dann, wenn ein Systemwechsel stattgefunden hat und die von Mirakl bezahlten Rechnungen sowohl im alten als auch im neuen rechnungschreibenden System vorzufinden sind.
Steuerliche Behandlung in den Plattformeinstellungen
Im Abrechnungsbericht werden in der Regel die Nettogebühren und der zugehörige Steuerbetrag getrennt ausgewiesen. Diese Trennung betrifft insbesondere die Dekadenabrechnungen deutscher Marktplätze.
Über den Kontenassistenten wird das Gebührenkonto ohne BU-Schlüssel (Buchungsschlüssel) befüllt. Zusätzlich wird ein entsprechendes Steuerkonto (z. B. abziehbare Vorsteuer) eingetragen. Die Verbuchung erfolgt auf dieser Grundlage automatisch und getrennt nach Netto- und Steueranteil.
Wichtiger Hinweis:
Es darf kein BU-Schlüssel, z.B. DATEV BU 9 bzw. 401, verwendet werden. Diese Schlüssel führen zu einer automatischen Steuerberechnung durch die Buchhaltungssoftware, wodurch es bei separat ausgewiesener Steuer zu einem unberechtigten Mehrausweis der Vorsteuer kommt. Die Vorsteuer wird dann doppelt gebucht – einmal durch den BU-Schlüssel und einmal aus dem Steuerbetrag des Abrechnungsberichtes – was zu fehlerhaften Steuerwerten führt.
Bei nicht-deutschen Marktplätzen erfolgt keine Buchung auf das hinterlegte Steuerkonto. In diesen Fällen ist zu prüfen, ob es sich um einen Reverse-Charge-Sachverhalt handelt. Hinweise hierzu liefert die jeweilige Gebührenrechnung, die Angaben zur Steuerpflicht bzw. zum Übergang der Steuerschuld enthält.
Die vom Kontoassistenten eingetragenen Standardwerte sind weiterhin nur als Vorschläge zu verstehen und müssen in jedem Fall mit dem betreuenden Steuerberater abgestimmt werden.